Weine zum Grillen mit Freunden
Ein Wein für alles? Die Grundausstattung für den Grillabend
Wenn Sie nur zwei Flaschen kaufen möchten, nehmen Sie einen trockenen Rosé aus Garnacha und einen mittelkräftigen Roten aus dem Montsant. Diese Kombination deckt geschätzt vier Fünftel dessen ab, was auf einem durchschnittlichen Grill landet. Der Rosé übernimmt Geflügel, Fisch, Gemüse und alles Marinierte, der Rote das rote Fleisch.
Wer eine dritte Flasche einplant, nimmt einen Cava. Er ist der beste Aperitif, solange die Kohle noch durchglüht, und rettet später jeden Gang mit Meeresfrüchten.
Der richtige Wein zum Grillgut
Rind und Lamm
Kräftiges rotes Fleisch mit deutlichen Röstaromen braucht Tannin und Tiefe. Ein Montsant oder ein Priorat ist hier richtig. Bei Lamm mit Kräutern funktioniert ein Wein mit mediterraner Würze besonders gut, weil sich die Rosmarin- und Thymiannoten im Glas und auf dem Teller entsprechen.
Schwein, Bratwurst und Spareribs
Fettiger, oft süßlich mariniert. Hier ist ein fruchtbetonter, nicht zu holziger Roter die beste Wahl – eine junge Garnacha oder ein unkomplizierter Tempranillo. Bei stark gezuckerten BBQ-Saucen darf der Wein sogar etwas mehr Frucht mitbringen, sonst wirkt er im Kontrast bitter.
Geflügel
Hähnchen und Pute sind mild, entscheidend ist die Marinade. Zu Zitrone, Kräutern und Knoblauch passt ein trockener Weißwein aus dem Penedès. Zu Paprika, Pimentón und Chili ein Rosé. Zu Ente ein leichter Roter.
Fisch und Meeresfrüchte
Gambas, Sardinen und ganze Fische vom Rost verlangen Säure. Cava ist die naheliegende Antwort, ein mineralischer Weißwein die zweite. Bei kräftigen Fischen wie Thunfisch funktioniert auch ein sehr leichter, gekühlter Roter.
Gemüse, Grillkäse und vegetarisches Grillgut
Gegrilltes Gemüse bekommt durch die Hitze Süße und Röstaromen – das ist mehr, als viele Weißweine vertragen. Ein gehaltvoller Weißwein mit etwas Struktur oder ein kräftiger Rosé passt besser. Zu Halloumi und gegrilltem Käse ist ein Weißwein mit spürbarer Säure die sichere Wahl.
Rosé und Cava – die Unterschätzten am Grill
Rosé hat in Deutschland immer noch einen zweifelhaften Ruf, der auf halbtrockenen Supermarktwein zurückgeht. Ein trockener spanischer Rosé aus Garnacha ist ein völlig anderer Wein: klar, herb, mit Kirschfrucht und guter Säure. Er ist der einzige Wein, den Sie über einen kompletten Grillabend hinweg zu fast allem trinken können, und er verträgt es, im Eiskübel zu stehen.
Wie viel Wein pro Person bei einer Grillparty?
Rechnen Sie mit einer halben bis dreiviertel Flasche pro Person – Grillabende dauern länger als geplant. Ein Drittel Weiß oder Cava, ein Drittel Rosé, ein Drittel Rot ist eine verlässliche Aufteilung. Kaufen Sie lieber eine Flasche mehr: Was übrig bleibt, wird nicht schlecht.
Weine richtig kühlen – und den Roten auch
Weiß, Rosé und Cava gehören in einen Eimer mit Eis und Wasser, nicht nur mit Eis. Wasser leitet die Kälte deutlich schneller. Der wichtigste Tipp betrifft aber den Rotwein: Stellen Sie ihn an einem Sommerabend 20 Minuten vor dem Servieren in den Kühlschrank. Bei 30 Grad im Garten ist ein Roter aus dem Regal nahe an 25 Grad – und damit schwer und alkoholisch. Gekühlt auf 16 Grad wirkt derselbe Wein doppelt so gut.
Häufige Fragen zu Wein und Grillen
Welcher Wein passt am besten zum Grillen?
Ein trockener Rosé aus Garnacha ist der flexibelste Grillwein. Zu Rind und Lamm passt ein kräftiger Roter aus Montsant oder Priorat, zu Fisch und Meeresfrüchten ein Cava.
Sollte man Rotwein zum Grillen kühlen?
Ja. An warmen Sommerabenden gehört auch Rotwein 20 Minuten vor dem Servieren in den Kühlschrank. Die ideale Trinktemperatur liegt bei 15 bis 16 Grad.
Wie viel Wein brauche ich für eine Grillparty?
Kalkulieren Sie eine halbe bis dreiviertel Flasche pro Person, aufgeteilt zu etwa gleichen Teilen auf Weißwein oder Cava, Rosé und Rotwein.
Welcher Wein passt zu vegetarischem Grillgut?
Gegrilltes Gemüse entwickelt Süße und Röstaromen. Dazu passt ein gehaltvoller Weißwein mit Struktur oder ein kräftiger trockener Rosé besser als ein leichter Weißwein.