Can Rafols dels Caus

Can Rafols Dels Caus

Ein Haus in der Landschaft

Entlang der Mittelmeerküste südlich von Barcelona zwischen den Städten Castelldefels und Sitges liegt die Bergkette des Garraf-Massifs. Die Region ist felsig, nur spärlich bewaldet, und mit wilden Kräutern bedeckt. In dieser steinigen, zerklüfteten Landschaft verwandelte steht der Can Rafols dels Caus, ein Hofgut, das erstmals im Jahr 992 schriftlich erwähnt wurde und das seit 1478. Über die Jahrhunderte wurde das Haus mehrmals umgebaut und erweitert. Da findet man zum Beispiel Steinbögen von 1634 sowie Reste einer Kapelle von 1788. Insgesamt entstand ein der Landschaft angepasster Gebäudekomplex, dessen viele architektonischen Details ein harmonisches Ganzes bilden.

Entstehung eines Weinguts

Der wurde Hof nachweislich jahrhundertlang bewirtschaftet bis er von Jacinto Estevas 1939 erworben wurde. Aber es war sein Enkel, Carlos Esteva, der Can Rafols dels Caus in eines der dynamischsten Weingüter in Penedès umgewandelt hat. Nachdem er bereits als Jugendlicher den Weinbau auf Mallorca gelernt hat, begann er 1979, das Haus seines Großvaters zu restaurieren und viele der Weinberge und Obstgärten neu zu bepflanzen. Inzwischen ist das Gut auf über 90 ha Rebfläche gewachsen; 2 ha Olivenbäume und 1 ha Mandelbäume kommen dazu. Der größte zusammenhängende Weinberg ist nur 2 ha groß, und während die meisten Reben in den letzten dreißig Jahren gepflanzt wurden, gibt es einen alten Weinberg von Xarel.lo mit 80 Jahre alten Reben.

Der Massif de Garaf im Penedes

Der Boden im Massif de Garaf besteht aus zersetztem dolomitischem Kalkstein mit Einschlüssen von altem Granit und Fossilien. Die Oberbodenschicht ist dünn, arm an Nährstoffen und wasserdurchlässig, so dass selbst junge Reben gezwungen sind, tief in das Kalkgestein einzudringen. Um Erosion zu verhindern, pflügt Carlos nur im Winter und pflanzt zwischen den Rebzeilen lokale Sorten von stickstoffbindenden Pflanzen. Klimatisch ist Can Rafols dels Caus an der Schnittstelle zwischen Mittelmeer- und kontinentalen Zonen. So genießen die Reben viel Wärme und Sonnenschein während der Wachstumsperiode. Nachmittags mildern Winde vom Mittelmeer die Hitze; nachts kühlt sich der steinige Boden schnell ab und erlaubt den Reben, sich zu erholen.

Ein vielfältiges Betrieb

Die zerklüftete, unwirtliche Landschaft weist viele unterschiedliche Mikroklimata auf, die Carlos durch die Anpflanzung von über 28 Traubensorten individuell genutzt hat. Das Weingut ist seit 2008 biologisch zertifiziert und hat in einigen Weinbergen biodynamische Praktiken eingeführt. Die von Hand geernteten Trauben werden schnell in einen modernen, energieeffizienten Keller transportiert, der tief in das Gestein eingegraben ist. Jede Parzelle und jede Rebsorte wird separat vinifiziert und ausgebaut. Weißweinmost wird gewöhnlich auf der Maische kurz mazeriert, bevor er gepresst wird. Die Rotweine erhalten grundsätzlich eine Kaltmazeration von 10 bis 30 Tagen. Es werden ausschließlich natürliche Hefen benutzt, die im Weinberg und Keller gedeihen und es wird wenig bis gar kein Schwefel hinzugegeben. Je nach Sorte erfolgt der Ausbau im Edelstahltank sowie in Fässern verschiedener Größe und Alter aus französischer Eiche oder Kastanienholz.
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